Was steckt hinter der Atemtechnik?
Nordkoreanische Spezialkräfte trainieren täglich 90 Minuten mit blockiertem rechten Nasenloch – eine Methode, die südkoreanische Forscher an Überläufern analysierten. Das Protokoll ist einfach: ausschließlich durch das linke Nasenloch atmen, das rechte bleibt zu. Der Effekt: Der Vagotonus – die Aktivität des Vagusnervs – steigt messbar an. Der Vagusnerv ist die natürliche Bremse deines Kampf-oder-Flucht-Systems. Wird er aktiviert, sinkt der Cortisolspiegel, die Herzratenvariabilität steigt und die Reaktionszeit unter Druck verbessert sich.
Die Wissenschaft dahinter
Die Atmung durch das linke Nasenloch aktiviert bevorzugt die rechte Gehirnhälfte. Diese asymmetrische Stimulation des Vagusnervs ist der Schlüssel. Der zirkadiane Nasenrhythmus bestimmt, welche Gehirnhälfte zu welcher Tageszeit dominant ist. Morgens ist die linke Gehirnhälfte aktiver – daher beginnst du mit der linken Nasenlochatmung. Das Ignorieren dieses Rhythmus kann den gesamten Effekt zunichtemachen.