Was ist Emotionserkennungstechnologie?
Emotionserkennung ist eine Form der künstlichen Intelligenz, die Gesichtsausdrücke analysiert, um emotionale Zustände wie Freude, Trauer, Wut, Überraschung, Angst, Ekel oder Langeweile zu identifizieren. Die Systeme nutzen Kameras und Algorithmen, um Mikroausdrücke – winzige, unwillkürliche Bewegungen der Gesichtsmuskeln – in Echtzeit zu erfassen und zu interpretieren. In China wurde diese Technologie in 967 Schulen installiert, um das Verhalten und die Emotionen von Schülern zu überwachen.
Wie funktioniert das System?
Die Kameras sind in Klassenzimmern angebracht und zeichnen kontinuierlich die Gesichter der Schüler auf. Ein Algorithmus bewertet alle paar Minuten den emotionalen Zustand jedes Kindes. Erkennt das System eine „emotionale Abweichung“ – etwa Langeweile, Widerstand oder Unruhe – wird dies protokolliert. In einigen Fällen werden die Eltern automatisch benachrichtigt. Die Daten werden in einer zentralen Datenbank gespeichert, die mit dem Kind mitwächst.
Was wird gemessen?
Es geht nicht nur um Sicherheit. Ziel ist es, ein detailliertes Profil darüber zu erstellen, wie Kinder auf Autorität, Druck und Konformität reagieren. Das System kartiert, was Kinder fühlen, wenn sie Anweisungen erhalten oder Regeln befolgen sollen. Dies beginnt bereits im Grundschulalter, etwa ab sechs Jahren.