Der Skandal: Ein Update, das iPhones ausbremste
2017 entdeckte der Entwickler John Poole, dass sein iPhone 6 nach einem iOS-Update deutlich langsamer wurde. Ein Benchmark zeigte einen massiven Leistungseinbruch – nicht etwa wegen einer alternden Batterie, sondern wegen neuem Code, den Apple kurz zuvor installiert hatte. Apple bestätigte die Drosselung und begründete sie mit „Batterieschutz“. Das Problem: Es gab keine Benachrichtigung, keine Option zum Deaktivieren, kein Wort im Changelog. Nutzer wussten nicht, dass ihr Gerät absichtlich verlangsamt wurde.
Die Taktik: Stille Drosselung als Umsatztreiber
Ein langsames iPhone fühlt sich alt an. Viele Nutzer schlossen daraus, dass ein Upgrade fällig sei – und kauften ein neues Gerät. Diese Taktik, bekannt als „geplante Obsoleszenz“, ist nicht neu, aber Apples Vorgehen war besonders raffiniert: Es geschah im Verborgenen. Die Drosselung war nicht deaktivierbar, und Apple informierte niemanden. Der Effekt war enorm: Schätzungen zufolge löste das Update Umsätze in Milliardenhöhe aus, weil Nutzer ihre vermeintlich defekten iPhones ersetzten.